Freunde von Prokon e.V. Freunde von Prokon e.V.

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29. November 2014

In den nächsten Tagen fällt die Vorentscheidung


Soll PROKON unter der Kontrolle der Genussrechtsinhaber (GRI) fortgeführt  oder durch einen anderen Investor übernommen werden. Diese Entscheidung, die jeder GRI einzeln im Rahmen der Umfrage des Insolvenzverwalters für sich zu treffen hat, ist von elementarer Bedeutung für den weiteren Verfahrensverlauf.

Der Insolvenzverwalter benötigt von mindestens einem Drittel, möglichst mehr, der GRI eine positive Aussage darüber, dass sie bereit sind, einen Großteil bisheriges Genussrecht in Genossenschaftsanteile umzuwandeln.
Liegt diese positive Aussage vor, wird Dr. Penzlin – wie in seinem Schreiben erläutert - die Insolvenzplanalternative mit Umwandlung von PROKON in eine Genossenschaft und Beteiligung der bisherigen GRI am Eigenkapital weiter vorantreiben. Das ist der Genussrechtsinhaber-Insolvenzplan.
Wenn er davon ausgehen  muss, dass er bei Vorlage des Insolvenzplanes mit der Genussrechtsinhabervariante nicht die notwendigen Mehrheiten erhalten würde, wovon er bei Nichterreichen der Drittelzustimmungsquote in der Vorabfrage ausgeht, wird er den Insolvenzplan mit dem Investoren- Modell aufstellen. Das bedeutet, dass PROKON an einen Dritten verkauft wird. Der Insolvenzverwalter hat – wie in seinem Schreiben auch dargelegt – sich bei der Aufstellung des Insolvenzplanes für eine Variante zu entscheiden, die mit großer Wahrscheinlichkeit in der Gläubigerversammlung eine entsprechende Mehrheit erhält. Er ist zwar grundsätzlich für das GRI-Modell, erwartet aber nun auch eine klare Zustimmung der GRI. Dieser Situation müssen wir uns jetzt stellen.
Unser Verein „Die Freunde von PROKON e.V.“ hat unter Führung des Vorstands genau das erreicht, was wir als Vereinsziele Anfang des Jahres festgelegt haben. Dass PROKON beim GRI-Modell in eine Genossenschaft umgewandelt werden soll, ist nach Überprüfung auch aller anderen Rechtsformen unter den gegebenen Umständen aufgrund verschiedener Sachzwänge, auf die wir auf unserer Website ausführlicher eingehen, tatsächlich die beste machbare Lösung. Hiervon konnten wir letztlich auch den Insolvenzverwalter überzeugen.
Jetzt liegt die Entscheidung bei uns. Wollen wir einen Insolvenzplan, der das GRI-Modell oder das Investoren-Modell beinhaltet. Wir müssen uns bei dieser ENTSCHEIDUNG darüber im Klaren sein: 
  • Je schneller wir Geld aus PROKON herausziehen wollen, desto größer wird langfristig unser Verlust.
Unsere Motive bei PROKON zu investieren mögen ganz unterschiedlich gewesen sein. Die alten Hoffnungen, ideelles Engagement mit hoher Rendite zu verknüpfen, wurden durch die Fehler der Unternehmensführung vorerst zerschlagen. Jetzt gilt es die neue Perspektive aufzubauen. 
Wer sich an der Genossenschaft durch Einbringung und Umwandlung seiner bisherigen GR beteiligt, muss sich im Klaren sein, dass er eine langfristige Verbindung eingeht. Diese wird – wenn die vom Insolvenzverwalter im Rahmen des Verfahrens eingeleiteten und noch vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen gegriffen haben - wirtschaftlich attraktiv. Darüber hinaus ist es aber auch gesellschaftpolitisch eine sinnvolle Aufgabe, PROKON als wichtigen Bestandteil der Energiewende fortzuführen. Es kann ein Vorbild für den klimaschützenden Umbau des Energiesystems werden. Letztlich würde die Übernahme des Unternehmens durch die Gemeinschaft der GRI zeigen, wozu engagierte Bürger in der Lage sind. 
Sicherlich hat der eine oder die andere – auch nach dem Schreiben des Insolvenzverwalters- noch Fragen zu dem GRI-Modell. Wir sind gern bereit, im Rahmen unserer Möglichkeiten hier für Aufklärung und Klarstellung zu sorgen. Vielleicht zum GRI-Modell nur kurz Folgendes:
  • Das Modell ist so aufgebaut, dass man sich durchaus langfristig an die Genossenschaft bindet.
  • Es sieht aber auch vor, dass man seine Mitgliedschaft in der Genossenschaft kündigen kann und seinen Anteil entsprechend der Regelungen in der Satzung ausgezahlt bekommt
  • Für diejenigen, die kurzfristig Kapitalbedarf haben, besteht die Möglichkeit, die mit in dem Modell integrierte Schuldverschreibung über die Börse zu verkaufen.
Wer jedoch nur darauf aus ist, möglichst schnell sein Geld zurückzubekommen, soll wissen,  dass dies nur möglich ist, wenn alles verkauft wird, was dazu führt, dass der entstehende Verlust größer wird. 
Wir sind jedenfalls von dem GRI-Modell überzeugt und hoffen, dass wir möglichst viele von Ihnen von der Vorteilhaftigkeit ebenfalls überzeugen konnten oder noch überzeugen können.
Bitte geben Sie in unser aller Interesse dem Insolvenzverwalter eine positive Antwort.
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