Freunde von Prokon e.V.

Der Verein

Bericht von der 1. Informationsveranstaltung der Mitglieder des Vereins „Die Freunde von Prokon“ e.V. am 15.2.14 in Dortmund


40 aktive Freunde von Prokon haben den Weg nach Dortmund auf sich genommen. Sie kommen aus allen Regionen der Republik und wollen die Möglichkeit nutzen, sich im direkten Austausch mit der Rechtsanwältin, die uns im Gläubigerausschuss repräsentiert, sowie mit Herrn Rodbertus über den Stand des Verfahrens zu informieren und im weiteren Verlauf die Interessen der FvP und des Vereins zu verdeutlichen.

 

Die Anwesenden haben ihre Vorstellungen noch einmal deutlich formuliert und eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die folgende Ziele verfolgen: 

  1. Rücknahme möglichst vieler Kündigungen
  2. Einsammeln von frischem Kapital für die wirtschaftliche Stärkung unserer   Genussrechte nach dem Gerichtsbeschluss zur Insolvenz, der Anfang Mai erwartet wird. 
  3. Entwickeln eines Hilfskonzeptes in der Aktion „Freunde helfen Freunden“  für Menschen in Not, damit die Menschen, die nachweislich dringend auf Rückzahlung oder auf die Zinsen für ihre Existenz angewiesen sind, Geld erhalten.
  4. Herstellen einer verlässlichen Basis der Kooperation mit PROKON und dem Insolvenzverwalter.

Wir bereiten uns sowohl auf den Fall vor, dass es zur Insolvenz kommt, als auch auf die Situation, dass die Insolvenz abgelehnt wird. Die Ängste einiger GRI, wir könnten durch unsere Aktivitäten den „Schutzschirm der Insolvenz“ zu unserem Nachteil überflüssig machen, haben wir sehr genau im Auge. Wir werden rechtzeitig Maßnahmen einleiten, dass es dazu nicht kommt. Einzelheiten dazu folgen später.

Die von uns beauftragte Rechtsanwältin ist eine sehr erfahrene Anwältin im Insolvenzrecht. Sie hat uns, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten, ausführlich über das Insolvenzverfahren und die beiden möglichen Varianten nach Abschluss des vorläufigen Insolvenzverfahrens informiert. Sie hat glaubhaft dargelegt, dass auch vom Insolvenzverwalter alles getan wird, damit PROKON fortgeführt werden kann. Und die Chancen dafür seien außerordentlich gut. Die Liquidität zur Fortführung des Betriebes sei gewährleistet. Herr Rodbertus war von dem Insolvenzplan angetan und berichtete positiv über die Arbeit des Insolvenzverwalters.

Im Rahmen unserer geplanten Öffentlichkeitsmaßnahmen möchten wir allen GRI noch einmal deutlich vor Augen führen, dass es für denjenigen, der einen eigenen Rechtsanwalt mit der Vertretung seiner Interessen beauftragt, finanzielle Nachteile bringen wird, denn der Anwalt muss von dem GRI selbst bezahlt werden. Rechtsanwalt Nieding von der DSW ist als zweiter Vertreter der GRI im Gläubigerausschuss.

  • Letztlich verlieren wir alle Geld, denn je höher die Kosten für Rechtsstreitigkeiten gegen  PROKON sind, desto weniger wird Geld für die Auszahlung unserer Genussrechte übrig bleiben.
  • Eine Mitgliedschaft im Verein ist die günstigste Lösung für alle. Der Verein wird darauf achten, dass die Interessen jedes GRI berücksichtigt werden.
  • Und das ist viel entscheidender für alle, die möglichst kein Geld verlieren wollen. 

Warum ist das so, wie wir behaupten?

Wenn ein Rechtsanwalt, wie Herr Nieding, die Gelder für seine Mandanten anscheinend nur aus dem Unternehmen herausziehen will, wie aufgrund seiner Veröffentlichungen befürchtet werden kann, dann wird eine solche Taktik sowohl seinen eigenen Mandanten Geld kosten und zugleich die Werte von Prokon, und damit von allen GRI schmälern. Und über seine, wie wir finden, fragwürdige Werbung in der Öffentlichkeit wird noch zu reden sein. Es lässt die Vermutung zu, dass es ihm eher um Selbstdarstellung und Werbung in eigener Sache geht, als um die Interessen der GRI, die sich an ihn gewendet haben, und die des Unternehmens PROKON.

Mit einer gemeinsam entwickelten Lösung aus der Krise zu kommen, werden wir alle wesentlich besser dastehen, besonders auch diejenigen, die dringend das Geld benötigen.

Carsten Rodbertus und der Vertriebsleiter Rüdiger Gronau haben viele Unklarheiten und aus dem Zusammenhang gerissene Informationen z.B. über die HIT und den Wald in Rumänien ausgeräumt und klargestellt. So auch bzgl. der fehlenden Testierung.

Carsten Rodbertus zeigte sich aufgeschlossen, mit dem Verein über ein gemeinsames Zukunftskonzept bzgl. Informationsabstimmung und entscheidungsvorbereitende Mitwirkung, z.B. in Form eines Beirates, zu verhandeln.

Dies haben wir aufgegriffen und werden dies kurzfristig versuchen in  verbindliche Absprachen umzusetzen.

Nach der Informationsveranstaltung vor der Mittagspause erfolgte die 1. Mitgliederversammlung. Bis auf zwei Personen haben sich alle Anwesenden als Vereinsmitglied eingeschrieben.

Zunächst wurden die Organisationsstrukturen verabschiedet und dann Details in einstündigen getrennten Arbeitsgruppensitzungen weiter entwickelt. In folgenden Arbeitsgruppen wurde gearbeitet:

  • AG Satzung und Vereinsrecht,
  • AG Organisation und Regionalgruppen,
  • AG Wirtschaft und „Freunde helfen Freunden“,
  • AG IT, Website und Mitgliederbetreuung,
  • AG Öffentlichkeitsarbeit.

Alle AGs bestehen aus einem Leiter und einem Unterstützerteam, das weiter ausbaufähig ist.

Im Plenum wurden die Ausarbeitungen der Arbeitsgruppen vorgestellt und von den Mitgliedern bestätigt.

In den kommenden Tagen werden wir über folgende Themen ausführlich informieren:

Wie kann man Vereinsmitglied werden? Was sind die Voraussetzungen?

Auf welche Weise, mit welchen Bedingungen und mit welchen Sicherheiten kann frisches Kapital für Prokon bereitgestellt werden?

Wie ist das Verfahren bei „Freunde helfen Freunden“?

Wie ist der Verein organisiert?

Wie werden unsere Aktivitäten für Prokon in den nächsten Wochen aussehen?

Wie wird sicher gestellt, dass andere GRI nicht besser gestellt werden als die FvP?

 

Letzte Meldung: Herr Rodbertus teilte  heute in einem Telefongespräch mit, dass Prokon zusammen mit dem Prüfungsverband der Genossenschaften über die Möglichkeiten der Umgestaltung von PROKON in eine Genossenschaft gesprochen hat. Die Freunde von Prokon werden zeitnah nähere Einzelheiten erfahren, so dass eine Abstimmung der weiteren Vorgehensweise rechtzeitig vor der gerichtlichen Entscheidung über die Insolvenz möglich wird.

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